Über Rotary
Rotary ist eine weltweite Vereinigung berufstätiger Männer und Frauen. Es erwartet von seinen Mitgliedern hervorragende berufliche Leistungen, persönliche Integrität und weltoffene Haltung sowie die Bereitschaft zum persönlichen Dienst am Gemeinwohl. Als Gemeinschaft freier Menschen tolerieren Rotarier vorurteilsfrei alle Religionen, Rassen, Völker und demokratischen Parteien.
Ziel Rotarys ist die Dienstbereitschaft im täglichen Leben. Rotarier streben sie auf folgenden Wegen an:
- durch Pflege der Freundschaft,
- durch hohe ethische Grundsätze im privaten wie im beruflichen Leben,
durch Förderung verantwortungsbewusster Betätigung zum Nutzen der Allgemeinheit, - durch aktives Eintreten für Frieden und Verständigung unter den Völkern.
Jeder Rotary Club soll Struktur und Wesen der Gemeinschaft widerspiegeln. Dazu dient vor allem das Berufsklassenprinzip. Es besagt: Keine Berufsgruppe soll in einem Club dominieren. Auf diese Weise lernen sich die Vertreter der verschiedenen Berufs- und Wissensgebiete besser kennen und verstehen. Nach außen ist ein derart breit gefächertes Potenzial an hoch qualifizierten Kräften aller Art hilfreich im Dienst für das Gemeinwohl, z.B. im Berufsdienst.
Der örtliche Club ist die kleinste, aber tragende Einheit der internationalen Organisation. Hier pulsiert das rotarische Leben. Hier kann jeder Einzelne in vielfältiger Weise Rotary praktizieren. Rotary Clubs können allerdings nur in einem Klima der Freiheit existieren. Schon beim Jahreskongress im Jahre 1940 in Havanna, einem Land, in dem es wegen Verletzung der nachgenannten Grundsätze heute keine Rotary Clubs mehr gibt, wurde folgende Resolution verabschiedet:
"Wo Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Vertragstreue und Achtung vor den Menschenrechten missachtet werden, kann Rotary nicht wirksam werden."
Rotarische Gemeinschaft verbindet im etwa eineinhalbstündigen Meeting allwöchentlich in mehr als 31.500 Clubs weltweit über 1,2 Millionen Rotarierinnen und Rotarier in 166 Ländern. Man sitzt im Freundeskreis zu Tisch, schenkt einander Zeit für das offene Gespräch und erfährt aus dem 20-minütigen Vortrag eines Mitgliedes oder Gastes aus erster Hand über dessen berufliches oder anderweitiges Interessensfeld. Für diese regelmäßigen Zusammentreffen besteht Präsenzpflicht. Das stärkt den inneren Zusammenhalt im Geiste weltweiter und lokaler Freundschaft. Jeder Rotarier ist jederzeit in jedem Rotary Club der Welt als Gast willkommen.
Zahlreiche Gemeinschaftsprojekte sozialer und kultureller Art sowie große Programme für die Jugend werden sinnvoll ergänzt durch Partnerschaften mit Clubs im Ausland. Entspannte Geselligkeit und abwechslungsreiche Unterhaltung beleben die Gemeinschaft.
Die Rotary Clubs sind in Distrikten mit idealerweise jeweils mindestens 75 Clubs und wenigstens 2 700 Mitgliedern zusammengefasst, die von jeweils für ein Jahr gewählten Governors geleitet. Der Distriktsgovernor, unterstützt von mehreren Gebietsbeauftragten (assistant governors) ist Mittler zwischen der Zentrale von Rotary International und den einzelnen Clubs. Er regt größere gemeinsame Hilfsprojekte an und koordiniert das Zusammenwirken der Clubs.
Rotary International (R.I.) ist die Vereinigung aller Rotary Clubs der ganzen Welt. An der Spitze stehen der Präsident R.I. sowie ein 19-köpfiger Zentralvorstand (Board of Directors), dessen Vorsitzender der Präsident ist. Sie werden unterstützt von einer hauptamtlichen Verwaltung mit einem Generalsekretär an der Spitze. Einheitliche Verfassungsdokumente binden alle Clubs von Rotary International und ihre Mitglieder, aber auch Präsident und Zentralvorstand. Sie können nur durch den alle drei Jahre einberufenen Gesetzgebenden Rat (Councii on Legislation) geändert oder ergänzt werden. Wie keine andere Nicht-Regierungsorganisation (NGO) ist Rotary International in der Lage, durch die vereinte Finanzkraft und das persönliche Engagement von mehr als 1,2 Millionen Mitgliedern beeindruckende humanitäre Leistungen zu vollbringen.
Die Rotary Foundation ist der humanitäre Arm von Rotary International. Diese Stiftung dient der Förderung von Völkerverständigung und Frieden. Aus dem jährlichen Spendenaufkommen (2000/2001 nahezu 74 Millionen Dollar) und Vermögenserträgen werden u.a. Stipendien, Studiengruppen-Austausch sowie zahlreiche humanitäre Projekte von Clubs und Distrikten vornehmlich in der Dritten Welt gefördert, vor allem aber die Ausrottung der Kinderlähmung.
Die 4-Fragen-Probe bezüglich der Dinge, die wir denken, sagen oder tun:
- Ist es wahr?
- Ist es fair für alle Beteiligten?
- Wird es Freundschaft und guten Willen fördern?
- Wird es dem Wohl aller Beteiligten dienen?
Die Vier-Fragen-Probe ist Handlungsgrundlage und ethisches Fundament für jeden Rotarier, weltweit. Sie wurde 1932 von dem Rotarier Herbert J. Taylor formuliert als er eine vor dem Zusammenbruch stehende Firma übernahm. Er suchte nach einem Weg, den Mitarbeitern in kurzen einprägsamen Sätzen seine Gedanken mitzuteilen. 1943 wurde die Vier-Fragen-Probe von den Rotariern weltweit übernommen und seitdem in über hundert Sprachen in vielen Variationen übersetzt.











