Röntgen- & Frauengesundheitszentrum Rotary in Goma/Kongo
„Wir wollen bei einer Entwicklung mithelfen, die im Lande selbst entsteht“
Rotary-Netzwerk Brixen, Innsbruck, Meran und München-Nymphenburg und Bukavu
Im Herbst 2008 führt der freundschaftliche Kontakt zwischen den Präsidenten 08/09 der Rotary Clubs Brixen, Innsbruck, Meran und München-Nymphenburg zum Start einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden rotarischen Mitträgerschaft eines großen medizinisch-humanitären Hilfsprojekts der österreichischen Entwicklungshilfeorganisation „Austrian Help Programm“ in Goma (D.R.Kongo). Der kongolesische RC Bukavu ist der host-Club vor Ort.
Das Rotary-Netzwerk Brixen, Innsbruck, Meran und München-Nymphenburg wird in den nächsten Jahren gemeinsam mit den betroffenen Rotary Distrikten, der Rotary International Foundation und dem kongolesischen RC Bukavu für den Aufbau eines Röntgen- und Frauengesundheitszentrums in Goma, der Hauptstadt der Provinz Kivu in der DR Kongo eine zweckgebundene Hilfssumme von beachtlicher Höhe zur Verfügung stellen.
In Fortsetzung bereits erfolgreich umgesetzter Hilfsprojekte in der Region Anfang der 2000-er Jahre, haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hilfsorganisation „Austrian-Help-Programm“, Psychiater Univ.-Prof. Dr. Ulrich Meise, Radiologin Frau Dr. Ulrike Müller, DI. Bernhard Fischer und Architektin Ing. Gisela Novak, ein Projekt für den Aufbau eines Röntgen- und Frauengesundheitszentrums ausgearbeitet. Die Projektanten fanden in Folge in Prim. Dr. Josef Schwitzer, Präsident 08/09 des RC Brixen, und in Alt-LH von Tirol, Dr. Wendelin Weingartner, Präsident 08/09 RC Innsbruck, aufmerksame Zuhörer. Durch ihre Initiative konnten in Einklang mit Prim. Dr. Karl Rainer vom RC Meran sowie Prim. Dr. Peter Weidinger vom RC München-Nymphenburg die vier RC’s Brixen, Innsbruck, Meran und München-Nymphenburg für ein grenzüberschreitendes inter-rotarisches Unterstützungsprogramm für dieses humanitäre Entwicklungshilfeprojekt gewonnen werden.
Der Spatenstich zum Röntgen- und Frauengesundheitszentrum ist für August 2009 geplant. Mit Abschluss der Bauarbeiten, die zur Gänze von den Bundesländern Tirol und Oberösterreich sowie weiterer nicht rotarischer Gönner finanziert sind, beginnt im Sommer 2010 die Aktionsphase des RC-Service. Sein Fokus richtet sich ausschließlich auf die medizinisch-technische Einrichtung, Ausstattung und Inbetriebnahme sowie auf ein, den europäischen Richtlinien entsprechendes, Ausbildungsprogramm von Facharzt, Kranken- und Pflegepersonal sowie eines technischen Teams. Auch werden die dafür notwendigen Rahmenbedingungen bereitgestellt. Im Sinne des RC-Netzwerkes soll der Service insgesamt ein Beitrag zu jener Entwicklung sein, die folglich im Land selbst entsteht.
Ziel ist es binnen der nächsten vier Jahre die erste voll funktionstüchtige Radiologie- und Frauengesundheitsstation für die Bevölkerung der Provinzhauptstadt Goma zu schaffen, die unter dem verlässlichen Dach der Diozöse Goma selbst tragend und nachhaltig betrieben wird. Das medizinische RC-welfare-Projekt soll durch mobile Einrichtungen auch in die Region hinein wirken. Auch Schulungsmaßnahmen vor Ort speziell für Frauen hinsichtlich Geburtenkontrolle, Aidsprophylaxe und Basisgesundheitskenntnisse, die den einbezogenen Frauen helfen, sich zu mündigen Patienten und verantwortungsbewussten Müttern hin zu entwickeln. Mittelfristig sollen 500.000-700.000 Menschen erreicht werden und durch Früherkennung von diversen Krankheiten die Gesundheitssituation der Bewohner und besonders der Frauen in Goma und der Provinz deutlich verbessern. Dieser Einsatz soll auch einen wesentlichen Beitrag zur Verminderung der hohen AIDS und Kindersterblichkeitsraten in der Region leisten.
Nach Ablauf der Unterstützungsphase wird das Zentrum in das Diozösankrankenhaus Charitè Maternelle der Diozöse Goma eingebunden und den Namen „Röntgen- und Frauengesundheitszentrum ROTARY in Goma/Kongo“ tragen.
Für die Umsetzung dieses Großprojekts hat das RC-Netzwerk den RC Brixen als seinen Pilot-Club bestimmt. Als host-Club vor Ort wirkt der kongolesische RC Bukavu.
Die operative Abwicklung, Koordination, Überwachung sowie Berichterstattung sämtlicher RC-relevanten Belange verantwortet für die gesamte Projektdauer eine permanente RC-Kommission-Goma. Sie besteht aus den RC Mitgliedern Josef Schwitzer, Walter Weitschek, Hugo Götsch, Armin Knollseisen, Hans-Christoph von Hohenbühel (Koordinator) vom RC Brixen, Wendelin Weingartner und Herbert Weissenböck vom RC Innsbruck, Karl Rainer vom RC Meran und Peter Weidinger von RC München-Nymphenburg.
Lokaler Projektträger vor Ort ist AHP Kigali mit Otmar Regelsberger. Der Diozöse Goma steht S.E. Bischof Faustin Ngabu vor.












